Spiel- und Bastelvorschläge für Kindergarten- und Vorschulkinder

Bücher und Spiele ergänzen und unterstützen sich gegenseitig.
Spiele helfen, den Inhalt eines Buches besser zu verarbeiten, das Gehörte besser zu verstehen.

Bei allen Spielen und Beschäftigungen wird davon ausgegangen, dass das Buch zuerst vorgelesen 
und mit dem Kind / den Kindern gemeinsam betrachtet wurde.

 

     <Bücher für Kindergarten- und Vorschulalter              < Lesemotivation

"Ich hab so Angst vor Tieren"    von Babette Cole    (ab 3)

Vor allen möglichen Tieren hat Tom Angst: ein Hund - der könnte ihn fressen, ein Pferd ihn niedertrampeln.
Alle verfolgen und beschnüffeln ihn,  immer mehr Tiere kommen hinzu !
Schließlich sinkt er vor lauter Angst zu Boden.....mitten in einen Ameisenhaufen !
Vor Schreck stößt er einen fürchterlichen Schrei aus und reißt seine Hose herunter.
Und was dann passiert, hätte Tom nie erwartet: die Tiere haben Angst vor IHM und laufen davon !
Nun weiß Tom, was er zu tun hat und hat keine Angst mehr.

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Tierpantomime zu "Ich hab so Angst vor Tieren" 

Ein Kind darf den Tom aus dem Buch spielen, die anderen Kinder suchen sich jeweils ein Tier aus, 
das sie darstellen möchten.
Der Reihe nach versucht nun jedes "Tierkind" dem "Tom" Angst zu machen.
Tom überlegt sich, wie er die Tiere erschrecken und abwehren kann.
Auch wenn es Spaß macht, die Hose herunter zu ziehen, 
vielleicht fallen ihm ja noch andere Möglichkeiten ein...;-)

Die Rollen werden dann beliebig getauscht.

 

"Frederick" von Leo Lionni          (ab 4)

Frederick ist eine kleine Feldmaus, die mit ihrer Familie in einer alten Steinmauer lebt.
Im Herbst sammeln sie Vorräte für den Winter - alle Mäuse, bis auf Frederick.
Frederick sammelt Sonnenstrahlen, Farben und Wörter...
Erst am Ende des Winters, als alle Nahrung aufgefressen ist, erkennen die anderen Mäuse, wozu die 
Vorräte von Frederick gut sind:
mit geschlossenen Augen hören sie Frederick zu der für sie von Sonne, Wärme und bunten Blumen 
im gelben Kornfeld erzählt.

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Phantasiespiel zu "Frederick"  

Die Kinder sitzen in einem Kreis am Boden und schließen die Augen.
Zunächst sollen sie sich vorstellen, wie sich warme Sonnenstrahlen in ihrem Inneren anfühlen 
und wie Frederick die Wärme in seinem Inneren bewahrt.
Das kann man dann auf die verschiedenen Farben ausdehnen:
Wie fühlt sich Rot an und was stellt man sich dabei vor ( Feuer...)

Das Spiel kann natürlich beliebig erweitert werden:
Was würde das einzelne Kind als Maus sammeln?
Was kann man im Sommer sammeln, damit man im Winter etwas davon hat?
Wovon träumen Mäuse?

"Das kleine Ich-bin-Ich"  von Mira Lobe      (ab 4)

Ein kleines, buntes Wesen ist auf der Suche nach seiner Identität.
Ist es ein Pferd, ein Vogel, ein Fisch ?
Im Verlauf der Geschichte begegnet es den verschiedensten Tieren, mit denen es sich vergleicht, 
die ihm aber alle nicht sagen können, was es eigentlich selbst für ein Tier ist.
Nach vielen Begegnungen und langem Überlegen hat es dann doch eine Idee:
                                           
"ICH BIN ICH !"    teilt es freudig den anderen Tieren mit.

Der Text des Buches ist in Reimform geschrieben, die Bilder stammen von Susi Weigel.
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Bastelanleitung für ein kleines Ich-bin-Ich aus Stoff

Material:

- einen beliebigen Stoffrest
- Watte oder Schaumgummi als Füllmaterial                                            
- Wollreste für Ponyfransen und Schwanz
- stabiler Nähfaden
- feste Schnur
- ein Paar Augen zum Aufkleben

Ausführung:

Zunächst schneidet man den Stoff folgendermaßen zu:

- ein Quadrat 15 x 15 cm für den Kopf
- ein Quadrat 20 x 20 cm für den Körper mit Beinen
- zwei Rechtecke 3 x 26 cm für die Ohren

Der Körper:
An allen vier Längsseiten markiert man den Mittelpunkt, zieht diese vier Markierungspunkte mit einem
Nähfaden zur Mitte hin zusammen und vernäht dort.
Diesen so entstandenen "Beutel" füllt man nun schon mit Watte oder Schaumgummischnipseln aus.
Vier Zipfel an den Ecken sind noch offen und stehen über. Aus ihnen werden jetzt die Beine gebildet.
Jeder Zipfel  wird nach Innen eingeklappt und mit einer festen Schnur abgebunden, sodass sich vier runde Beinchen bilden.
( Darauf achten, dass genug Füllmaterial darin ist ! )
Offene Nahtstellen evtl. jetzt schließen.

Der Kopf:
Das kleinere Stoffquadrat wird nun an den Ecken zur Mitte hin zusammen genäht und locker gefüllt.
Im zweiten Arbeitsschritt klappt man die vier neu entstandenen Ecken nochmals zur Mitte und vernäht wiederum.
Jetzt wird eine der vier Ecken als Nase abgebunden.

Aus den Wollresten fertigt man zwei Quasten, eine als Schwanz und eine für die Ponyfransen.
Nachdem man den Kopf am Körper befestigt hat, näht man den Schwanz am Körper und die Haare an der Hinterseite
des Kopfes an ( die Ponyfransen fallen nach vorne ).
Die Ohren werden auf die halbe Länge zusammengelegt und seitlich am Kopf befestigt.

Nun klebt man noch die Augen auf.

So sollte es aussehen, wenn es fertig ist .

 

"Mats und die Wundersteine"    von Marcus Pfister    (ab 4) 

Eine Geschichte mit zwei Enden

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Auf einer Felseninsel im Meer lebt Mats mit vielen anderen Mäusen.
Der Inselberg bietet ihnen viele Höhlen als Zuhause. Bei der Futtersuche entdeckt Mats eines Tages 
in einer dunklen Felsspalte einen leuchtenden Stein. 
Er bringt ihn in seine Höhle, wo sich bald auch die anderen Mäuse am Licht und der Wärme freuen, 
die er ausstrahlt. 
Schon bald hätte am Liebsten jede Maus solch einen Stein für sich, doch Balthasar, 
eine weise, alte Maus warnt: "Die leuchtenden Steine gehören der Insel. Wenn wir ihr etwas nehmen, 
müssen wir ihr auch etwas zurückgeben."

Hier teilt sich nun die Geschichte in ein glückliches und ein trauriges Ende.
( Die folgenden Seiten des Buches sind halbiert, man kann nun die beiden Versionen getrennt 
zu Ende lesen. )

Das glückliche Ende:
Mats und die Mäuse beschließen, für jeden leuchtenden Stein, den sie der Insel entnehmen, 
einen anderen Stein zurück zu geben. Auf unterschiedlichste Art und Weise verzieren sie 
Steine und legen sie an die jeweilige Fundstelle der Wundersteine. 
So haben es alle Mäuse im Winter behaglich warm und feiern zum Dank in jedem Winter ein Fest, 
an dem Geschichten erzählt und Steine verziert werden.

Das traurige Ende:
Die Mäuse hören nicht auf Balthasar. Sie graben Stollen und holen immer mehr Wundersteine 
aus dem Berg. 
Jede Maus will die Größten und die Meisten haben und in ihrer Raffgier höhlen sie den ganzen Inselberg aus. 
Solange bis eines Tages der Berg einbricht. Nur Mats und Balthasar bleiben in ihrer Höhle unversehrt. 
Mats ritzt eine Sonne in einen Stein, den er am nächsten Tag der Insel zurückgeben will.


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Verzierte Steine zu "Mats und die Wundersteine"

Natürlich gibt es unendlich viele Möglichkeiten, Steine zu verzieren.

Am Besten macht man zusammen mit den Kindern einen Spaziergang in die Natur 
und sammelt beliebige Materialien dafür.
Steine in verschiedenen Größen und Arten sind das Grundmaterial.
Hat man die Gelegenheit, weichen Sandstein zu bekommen, kann man die verschiedensten Muster darauf einritzen.

Mit Blättern, Blumen und Gräsern kann man die Steine umwickeln, z. B. mit Bast in verschiedenen Farben, mit dünnem Messing- oder Kupferdraht. 


Glatte Steine kann man mit Farbstiften oder Wasserfarben bemalen ( hinterher evtl. mit Klarlack fixieren ).

 

"Felix und die Pusteblume"    von Judith Steinbacher    (ab 3)

Felix ist ein kleiner Marienkäfer. Im Frühling sucht er auf einer Blumenwiese eine neue Wohnung.
Der leuchtend gelbe Löwenzahn gefällt ihm am Besten und so zieht er dort ein. 
Staunend erlebt er nun die Verwandlung des Löwenzahns zur Pusteblume, fliegt mit den Fallschirmchen im Wind und träumt von einer neuen, gelben Blüte im nächsten Frühjahr.

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Ein Löwenzahnbild zu "Felix und die Pusteblume"

 

Das Blatt und die Stängel werden aus Buntpapier ausgeschnitten
und aufgeklebt.
Aus gelbem Buntpapier werden dünne Streifen für die Blütenblätter geschnitten
und ebenfalls aufgeklebt.
Die Pusteblume ist ein aufgeklebter Wattebausch.

Mit mehreren Kindern kann man so eine ganze Löwenzahnwiese gestalten.

Andrea K. hat mir folgenden Vorschlag geschickt (Danke!) :

Einen Wattebausch leicht mit Wasser besprühen. Einige Löwenzahn-Fallschirmchen vorsichtig 
darauf pusten.
Mit einem umgestülpten Glas abdecken und einige Tage beobachten, was daraus wird.
Nicht vergessen: die Watte jeden Tag anfeuchten!

 

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Über die Zusendung weiterer Spielideen würde ich mich freuen!

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