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....Lesealter 8 - 10 Jahre
Biographie
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Prinz
Neumann oder Andere Kinder heißen wie ihr Vater
( ab
8
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Prinz Neumann ist 11 Jahre alt und wohnt mit
seinem Vater, König Schröder in einem alten Wasserschloss. Es ist eine
schreckliche Sturmnacht. Beide können sie nicht schlafen: König
Schröder, weil er wieder einmal über den schlechten Zustand seines
Schlosses nachgrübelt, Prinz Neumann, weil er findet, dass es nichts
gemütlicheres gibt, als in einer Sturmnacht die Kronensammlung zu
putzen.
Doch wie üblich bekommt Prinz Neumann Ärger mit seinem Vater. Wieso
nur, denkt er, hat er keinen Vater, der ihn anständig behandelt?
Außerdem vermisst Prinz Neumann seine Oma Trese. Wenigstens die war
sonst in solchen Nächten für ihn da, mit Kakao, Vanilleplätzchen und
einer Geschichte. Aber Oma Trese ist zu ihrer kranken Schwester
gefahren.
Prinz Neumann fühlt sich von allen alleingelassen und so fasst er einen
Plan: er will für immer weggehen, vermissen wird ihn ja sowieso keiner.
Noch in der selben Nacht bricht er auf, auch wenn die Wintergeister ums
Haus heulen. Unterwegs trifft er auf eine Frau, die ausgerechnet so
heißt, wie seine Mutter, die vor 10 Jahren weggegangen ist: Viktoria
Neumann. Ob sie wirklich seine Mutter ist? Während Prinz Neumann das
herauszufinden versucht, sind schon ein sehr reumütiger König
Schröder und eine Schlimmes ahnende Oma Trese hinter ihm her.
Verlag Beltz&Gelberg, Weinheim, 1987
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Der Hund mit dem gelben Herzen oder
Die Geschichte vom Gegenteil |
Was man im Wald so alles
findet! Eigentlich wollte Lotta Federn sammeln und zurück kommt sie
mit einem Hund. Auch noch mit einem, der außer Hund keinen Namen
hat und Fremdsprachen spricht.
Lotta und ihr Bruder
Prinz Neumann bringen Hund erst einmal in Opa Schultes altem
Schuppen unter. Und Hund ist froh, dass er ein Zuhause gefunden hat,
jemanden, der ihn mit Hähnchenhaut füttert, ihn streichelt und ihm
ein Halsband mit einem gelben Herz schenkt.
Dafür erzählt er den
Kindern eine Geschichte:
von G. Ott, dem großen Erfinder, in dessen Garten er gewohnt hat.
Und von Lobkowitz, der der beste Freund von G. Ott war und sein
Berater, bis er es mit dem Erfinden ein wenig übertrieben hat. Da
blieb G. Ott nichts anderes übrig: er musste Lobkowitz und seine
neuen Freunde aus seinem Garten werfen.
Von einer weisen, alten
Katze erfährt Hund, wie traurig die beiden darüber sind. Und er macht
sich auf den Weg, um Lobkowitz zu G. Ott zurück zu bringen.
Hanser Verlag, 1998
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für diese Altersstufe
Lesealter ab 10 Jahre
Biographie
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Der
Tag, als ich lernte die Spinnen
zu zähmen
( ab 10 )
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Sie nennen ihn Spielverderber,
Schlappschwanz und einen ganz krummen Hund. Sie sind zu viert, wohnen alle
in einer Strasse nahe der Bahn und verbringen meistens ihre Nachmittage
zusammen. Rainer ist neu zugezogen und die Kinder finden ihn irgendwie
anders. Weil er Hände hat mit blutigen Knöcheln und abgebissenen Fingernägeln.
Popelfinger, sagen sie.
Weil er eine komische Mutter hat, die trinkt und Herrenbesuche bekommt.
Nur eine der Vier kann sich mit ihm anfreunden.
Meechen, nennt Rainer sie und er zeigt ihr, wie man die gefährliche
Kellerkatze verjagen kann, und wie man die Spinnen zähmt, vor denen sie
so große Angst hat. Aber die anderen mögen Rainer nicht, und da ist
Meechen auf einmal alleine auf dem Schulweg.
Die Kinder nennen sie nur noch "Dieda". Und da drängt sich ihr
einfach die Frage auf "Wozu ist eigentlich ein Freund gut, den
niemand leiden kann?"
Es ist sicher kein leichter Stoff, den
Jutta Richter in diesem Buch verarbeitet hat. Der scheinbar doch ganz normale
Kinderalltag irgendwann in der 60er Jahren ist geprägt von Kinderängsten
und der vagen Erkenntnis, dass es Schlimmeres gibt, als die Kellerkatze.
Die Autorin versteht es auch, die Problematik aufzuzeigen, die für Kinder
die Voreingenommenheit und die Doppeldeutigkeit der Erwachsenen oft
darstellt.
Denn was bedeutet "das wird ein Nachspiel haben", wenn man doch
gar nicht gespielt hat. Und was unterscheidet ordentliche Leute mit
ordentlichen Gardinen von solchen, die ein Schandfleck sind?
Die Protagonistin des Buches ist ein
sensibles Mädchen.
Sie erkennt, dass es Mut erfordert, mit einem Außenseiter befreundet zu
sein und sie erfährt am eigenen Leib, was Ausgrenzung bedeutet und wie
schmerzhaft Verrat ist.
Es ist nicht unbedingt ein Buch, das beim
Lesen Spaß bringt, es eignet sich aber sicher hervorragend dazu, im pädagogischen
Rahmen eingesetzt zu werden.
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Hinter
dem Bahnhof liegt das Meer
( ab 10 )
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Neuner hat es nicht
leicht, seit er auf der Strasse lebt. Nach Hause kann er nicht mehr,
seit seine Mama ins Krankenhaus gebracht wurde, zu Hause ist nur noch
Mamas Neuer, der ihn misshandelt und schlägt.
Aber Neuner hat einen
Traum. Neuner will ans Meer. Und er hat einen Freund, Kosmos, mit der
alten, roten Baseballmütze, der heißt wie ein Seefahrer, und schon
immer unterwegs ist.
Kosmos, der ihm die guten Tage zeigt, an denen ein Abbruchhaus zum Fünfsternehotel
wird.
Mit ihm zusammen will
Neuner einen Kiosk am Meer eröffnen:
KOSMOS
UND NEUNER
KALTGETRÄNKE AUS DEM EIS
Was den Beiden noch fehlt, um diesen Traum Wirklichkeit
werden zu lassen, ist nur das Geld.
Deshalb ist Neuner bereit, das wertvollste zu verkaufen, das er besitzt:
seinen Schutzengel.
Doch ohne Schutzengel kommt man nicht ans Meer, das muss
schließlich auch Kosmos einsehen. Und die Königin von Caracas, die mit
Neuners Schutzengel eigentlich gar nichts anfangen kann.
Und deshalb können Kosmos und die Königin von Caracas auch Neuners
Leben ein klein wenig wieder in Ordnung bringen.
Dass Schutzengel in vielen Fällen menschlicher Natur sind und dass der
Glaube an einen Traum schon viel zu dessen Verwirklichung beiträgt,
zeigt Jutta Richter in dieser nicht ganz unsentimentalen Geschichte.
Obwohl darin schwierige Themen angesprochen werden wie soziale
Randgruppen, Kinderängste und Gewalt in der Familie ist es ein
hoffnungsvolles und leises Buch, das nachdenklich stimmt und auch für
Erwachsene schön zu lesen ist.
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