Tahar
Ben Jelloun
Der Autor wurde 1944 in Fès,
Marokko, geboren.
Er gilt als der bedeutendste Vertreter der französischsprachigen Literatur aus
dem Maghreb.
Für sein Buch "Papa, was ist ein Fremder?" erhielt er den
europäischen Preis der Künstler für den Frieden
und den Global Tolerance Award.
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"Papa, was ist ein Fremder?" (ab 10) Die Frage seiner Tochter
veranlasste den Autor, mit ihr über Fremdenfeindlichkeit und Rassismus zu
sprechen. Nach seinen eigenen Worten hat Tahar Ben Jelloun das Buch für Kinder geschrieben, er hofft jedoch, dass auch die Eltern der Kinder es lesen werden. Erschienen 1998 im Rowohlt Verlag, Berlin |
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Eric
Carle
Ganz,
ganz langsam,
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„Ganz,
ganz langsam, sagte das Faultier“
(ab 4) Klettern, essen, schlafen, aufwachen - das alles erledigt das Faultier ganz, ganz langsam. Warum bist du so langsam?, Warum bist du so
langweilig?, Doch da antwortet das Faultier, es sei nicht faul, es mache nur eben alles ganz langsam. So trägt es seinen Namen ganz zu Unrecht. Ein Plädoyer für die Langsamkeit ist
Eric Carles neues Buch, In einem Vorwort erzählt Jane Goodall viel
über das Faultier, Gerstenberg Verlag, 2002 |
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Lauren
Child
Lauren Child wuchs in
dem kleinen Ort Marlborough auf, in Wiltshire, England. Sie war das
Sandwichkind zwischen zwei weiteren Schwestern.
Schon als Kind hat
sie immer gerne gemalt und gezeichnet, später jedoch, auf Kunstschulen
in London und Manchester hat sie – nach eigener Aussage – nicht viel
gelernt.
Sie sagt auch, dass ihr erstes Buch beinahe ein Unfall war: eigentlich
wollte sie eine Serie von Kinderspielzeugen und –produkten
entwerfen und brauchte dafür eine Ausgangsgeschichte.
Inzwischen
zählt sie zu den interessantesten Kinderbuchillustratoren in
Großbritannien.
Sie lebt und arbeitet in London.
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„Nein!
Tomaten ess ich nicht“
(ab 4)
Die
Beurteilung zu diesem Buch habe ich auch für Ciao.com geschrieben.
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Ein
Buch mit diesem Titel musste mich ganz einfach ansprechen.
Ich hasse nämlich Tomaten. Schon als Kind haben sie mir nicht
geschmeckt, da ging es mir wie Pia, dem kleinen Mädchen in diesem
Bilderbuch.
Erzählt
wird uns die Geschichte der kleinen, heiklen Pia ( die in der englischen
Originalfassung Lola heißt ) von Charlie, ihrem großen Bruder. Der
muss nämlich manchmal auf sie aufpassen und ihr das Essen machen.
Das empfindet er als Schwerstarbeit, denn Pia scheint wahrhaftig nichts
zu schmecken:
Möhren sind für sie Kaninchenfutter, Erbsen sind zu grün. Kartoffeln,
Pilze, Eier, Blumenkohl,
gebackene Bohnen, Bananen, Würstchen, Spaghetti, Fischstäbchen....nichts
davon isst Pia.
Und am meisten hasst sie Tomaten.
Doch
zum Glück fällt Charlie ein ziemlich guter Trick ein – lesen Sie
selbst:
LESEPROBE
Pia
schaut auf den Tisch.
„Und was machen diese Möhren hier? Ich esse doch keine Möhren.“
Und ich sage:
„Oh, glaubst du, das wären Möhren? Das sind doch keine Möhren. Das
sind orangefarbene Lakritzstangen vom Jupiter.“
„Die
sehen aber wie Möhren aus“, sagt Pia.
„Wie
können das Möhren sein“, sage ich.
„Auf dem Jupiter wachsen überhaupt keine Möhren.“
„Das
stimmt“, sagt Pia.
„Na gut, vielleicht probiere ich eine, wenn sie den weiten Weg vom
Jupiter kommen.
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Ich
möchte hier nun nicht verraten, als was Charlie die Erbsen ausgibt und
wie er Pia die Fischstäbchen schmackhaft macht.
Ich finde es nur jammerschade, dass ich keinen Bruder wie Charlie hatte.
Der hätte mir vielleicht verraten, dass die roten Mondflutscher lecker
schmecken....
Lauren Child hat hier ein Thema aufgegriffen, das sicher viele von uns kennen, entweder aus ihrer Kindheit oder von den eigenen Kindern ( ich kenne es von beiden Seiten ): „Fussy eaters“, die wählerischen Esser, die bei allem die Nase rümpfen, egal ob Hering oder Erdbeeren.
Viele Kinder werden sich in Pia wiedererkennen, aber soll man ihnen überhaupt Charlies Idee verraten?
Wie viele
Elterngenerationen werden wohl schon versucht haben, ihren Kindern
Spinat schmackhaft zu machen.
Aber die Autorin will hier nicht mit erhobenem Zeigefinger, die gesunde
Ernährung propagieren und das werden ihr zumindest die Kinder danken.
Somit ist das Buch zum Glück nicht zu einer modernen Neuausgabe der
Suppenkaspargeschichte geworden.
Denn was zu einem täglichen Kampf zwischen Eltern und Kindern ausarten
kann, findet in diesem Buch eine clevere Lösung und der phantasievolle
Bruder Charlie hat mit Sicherheit weit mehr Überzeugungskraft als Vater
oder Mutter.
Trotzdem ist Pia
nicht die Übertölpelte, das Buch endet mit einem Augenzwinkern:
Mondflutscher sind nun Pias Lieblingsessen. „Du hast sie doch nicht
etwa für Tomaten gehalten, Charlie, oder?“, sagt sie zu ihrem Bruder.
Es wäre doch schön, wenn bei allen Erziehungsfragen so ein Charlie bereitstehen würde.
Carlsen
Verlag, Hamburg, 2002
Englischer
Originaltitel: I Will Not Ever Never Eat a Tomato
Die Übersetzung ist von
Sophie Birkenstädt
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Sharon Creech
Die Autorin stammt aus den USA, hat aber
lange Jahre in England verbracht. Sie schreibt für Kinder und
Erwachsene.
Ihr Roman "Salamancas Reise" wurde mit dem wichtigsten
US-amerikanischen Kinder- und Jugendbuchpreis ausgezeichnet, der Newbery
Medal.
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„Der
beste Hund der Welt“
(ab 9) "Ich will nicht. Jungs schreiben keine Gedichte. Mädchen schon." Wie kann man einen Jungen wie Jack, der fest behauptet, sein Kopf sei leer, vom Gegenteil überzeugen?
Man macht es wie seine Lehrerin, Miss Stretchberry und gibt ihm
häppchenweise Gedichte zu lesen.
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In Tagebuchform hat Sharon Creech die
Entwicklung von Jack zum "Dichter" aufgeschrieben. Eingefügt
hat sie dazwischen Gedichte So wie Jack in diesem Buch geht es
bestimmt nicht nur fast allen Kindern, sondern auch vielen
Erwachsenen. Indem Jack eigene Worte findet,
erschließt sich für ihn auch der Inhalt der von ihm gelesenen
Gedichte. Die Autorin richtet im Vorwort ihren Dank
unter anderem Meine Bewertung: Illustriert ist das Buch mit kleinen Zeichnungen in schwarz, weiß und gelb, von Rotraut Susanne Berner. Fischer Schatzinsel, 2003 |
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Kate
Di Camillo
Den folgenden Bericht über
die Autorin, sowie die Inhaltsangabe zu "Winn-Dixie" habe ich
auszugsweise und mit freundlicher Genehmigung von "Thisbe"
übernommen. Vielen Dank dafür!
Falls Sie den kompletten Bericht lesen möchten, klicken Sie bitte >hier
Ihr Umzug mit fünf Jahren von Philadelphia nach Florida wegen einer chronischen Lungenentzündung brachte Kate di Camillo neue Lebensumstände. Die Leute sprachen langsamer, es war eine Kleinstadt, wo jeder jeden kannte. Es war eine schöne Zeit.
Als sie in ihren zwanziger Jahren nach Minnesota zog und dort einen schrecklichen Winter erlebte, dachte sie voller Heimweh an diese gute Zeit im Süden und wünschte sich sehnlichst einen Hund. In ihrem Appartement war die Hundehaltung verboten. Irgendwann vor dem Einschlafen hörte sie plötzlich eine Kinderstimme im Südstaatendialekt sagen „Ich habe einen Hund namens Winn-Dixie" Am nächsten Morgen erzählte die Stimme immer noch und so schrieb sie einfach auf, was Opal, das imaginäre Mädchen, ihr erzählte.....
Bis vor kurzem stand sie morgens um 4 Uhr auf um ihr Tagespensum zu schreiben
2 Seiten pro Tag, fünf Tage proZur Zeit schreibt sie an einem Buch mit Kurzgeschichten für Erwachsene und
einer neuen Novelle für Kinder.
Auch sie sagt, wie Dorothy Parker" Ich hasse es zu schreiben, ich liebe es,
geschrieben zu haben.
Nach Winn-Dixie erschien das 2. Buch Kentucky Star (The Tiger Rising).
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„Winn-Dixie“
(ab 10) „Ich heiße India Opal Buloni, und letzten Sommer schickte mich mein Vater, der Prediger, in den Supermarkt, um eine Packung Makkaroni mit Käsesauce, etwas Reis und zwei Tomaten zu kaufen. Zurück kam ich mit einem Hund........." |
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. So beginnt die Geschichte von einem 10-jährigen Mädchen, ihrem Vater und dem Hund, der lächeln kann, den sie im Supermarkt vor dem Hundefänger bewahrt. Durch ihre innige Freundschaft zu dem Hund gelingt ihr das Einleben im neuen Wohnort Naomi in Florida viel leichter, durch ihn gewinnt sie nach und nach Freunde unterschiedlichster Art. Wie sie diese Freunde kennen lernt, welche Eigenschaften sie haben, wird in diesem glaubwürdigen Kinderroman aus Kindersicht auf leicht lakonische, beeindruckend einfache Art erzählt.Da gibt es zum Beispiel die von den Kindern als Hexe gefürchtete Gloria Dump, die Bibliothekarin Miss Franny Block, den Exhäftling Otis. India Opal gelingt es, zu diesen unterschiedlichen Menschen Beziehungen aufzubauen und diese auch nach und nach miteinander zu verknüpfen. Ebenfalls die Sehnsucht nach ihrer Mutter, die sie mit drei Jahren
verlassen hat, erhält Raum. Ihre rührenden Versuche, dieses Ereignis
zu bewältigen. Kate Di Camillo sagt selber über ihr Buch "Das Buch ist – so hoffe ich – eine Hymne auf Hunde, auf die Freundschaft und auf den Süden."
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| Die Kaufhauskette Winn-Dixie distanziert sich übrigens im Impressum von diesem Buch, möglicherweise aus Sorge, für hundefreundlich gehalten zu werden. | |
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Roddy
Doyle
Roddy Doyle,
1958 in Dublin geboren, wurde für seinen Roman Paddy Clarke ha ha ha
mit dem Booker-Prize ausgezeichnet.
Das große Giggler-Geheimnis ist sein erstes Kinderbuch.
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„Das
große Giggler-Geheimnis“
(ab 7) Kennen Sie Giggler?
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Zoran
Drvenkar
Zoran Drvenkar, Jahrgang 1967, wurde in
Kroatien geboren und ist in Berlin aufgewachsen.
Seit 1989 arbeitet er als freier Schriftsteller.
Für seinen Erstlingsroman "Niemand so stark wie wir" erhielt er
den Oldenburger Kinder- und Jugendbuchpreis.
Sein Kinderbuch "Der einzige Vogel, der die Kälte nicht
fürchtet" wurde 2002 für den Deutschen Jugendliteraturpreis nominiert.
Der einzige Vogel, der die Kälte nicht fürchtet
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„Der
einzige Vogel, der die Kälte nicht fürchtet“
(ab 8) Eines Morgens wacht Ricki auf und hat genug: draußen herrscht ein nicht enden wollender Winter, seine Eltern liegen nur noch mit Pudelmützen im Bett und er hat bereits 38 Schneemänner gebaut. Ricki beschließt, etwas gegen Eis und Schnee zu unternehmen. Er will
ein ernstes Wort mit dem Winter reden. Aber dafür
muss er ihn erst einmal finden. Das Buch eignet sich auch für jüngere Kinder gut zum Vorlesen! |
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„Eddies
erste Lügengeschichte“
(ab 7) Und schon ist es passiert. "Wenn du dir etwas zu sehr wünscht, wird es über Nacht wahr", hat Eddies Mutter sie immer gewarnt. So bleibt Eddie nichts anderes übrig, als am nächsten Tag als Pferd in der Schule zu erscheinen. Als sie Reitstunden für alle verspricht, sind die Kinder begeistert. Alle, außer Nadja. Wie Eddie dann doch noch Bedenken kommen und wie sie sich schließlich mit ihrer Exfreundin wieder versöhnt, erzählt der Autor in diesem heiteren Buch für Leseanfänger. |
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Sarah
Dyer
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„Fünf
kleine Teufel“
(ab 4) Fünf Steinstatuen stehen auf einer Insel. Doch eines Tages kommen die Fünf aus ihrem Gehäuse und
belassen es nicht mehr nur am Bewundern. Bald jedoch müssen die Teufelchen feststellen, dass die Welt in ihren Einzelteilen nicht mehr funktioniert und nur als Ganzes schön ist. So geben sie schließlich ihren jeweiligen Raub wieder zurück. Oetinger
Verlag, 2001 |
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Karen-Susan
Fessel
Karen-Susan Fessel wurde 1964 in Lübeck geboren. Sie lebt als freie Schriftstellerin und Journalistin in Berlin. Neben Romanen und Erzählungen hat sie auch ein Selbsthilfehandbuch für Menschen mit HIV geschrieben.
Zwei weitere ihrer Bücher für Kinder und Jugendliche sind "Steingesicht" und "Ein Stern namens Mama", das auf der Liste der 7 Besten des Zürcher Kinderbuchpreises stand.
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„Und
wenn schon!“
(ab 12) "Manne
Mannomann, ist mal wieder hinten dran!" - und "Manfred, du Asi!" rufen ihm die anderen Kinder hinterher. |
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. In
der Schule wäre Manfred gar nicht so schlecht, gäbe es da nicht Finn,
Timo und Basti, mit denen er immer wieder aneinander gerät. Nur mit
Amal versteht er sich ganz gut. Amal, der mit seiner alleinerziehenden
Mutter Bea gewissermaßen auch ein Außenseiter ist. Doch sogar bei Bea
bemerkt Manfred manchmal diesen "speziellen Blick", wenn sie
ihn in seinen Billigklamotten und zerrissenen Turnschuhen von oben bis
unten mustert. Manfred
will diese Aktivitäten lange nicht wahrhaben, doch dann werden zwei
seiner Brüder bei einem Einbruch überrascht. Und ausgerechnet der
geistig zurückgebliebene Günni wird von der Polizei verhaftet. Mit einem ernsten sozialen Thema hat sich die Autorin in diesem Buch beschäftigt: Kinder, die durch Armut zu Außenseitern werden. In
seiner jugendlichen Sprache lässt sie Manfred von sich erzählen: Der
Erzählstil, der jugendliche "Slang", ist hier sehr gut
gewählt zur Schilderung des Milieus. Verlag
Friedrich Oetinger, Hamburg, 2002 |
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Amelie
Fried
Amelie
Fried, auch bekannt aus dem Fernsehen, wo sie seit 1984 verschiedenste
Sendungen moderiert, hat zahlreiche Bücher für Kinder und auch Erwachsene
geschrieben.
Bekannt sind besonders ihre Bücher über die "Störenfrieds", in
denen sie Geschichten über ihre beiden Kinder schreibt.
Jacky
Gleich, geboren
1964 in Darmstadt, kommt ursprünglich aus dem Trickfilmbereich. Sie hat an
der Filmhochschule Babelsberg studiert und wurde von Amelie Fried für
Buchillustrationen entdeckt.
Das
Buch "Hat Opa einen Anzug an?" wurde ins
Französische, Japanische, Koreanische und ins Chinesische übersetzt. 1998
erhielt es den Deutschen Jugendliteraturpreis in der Kategorie Bilderbuch.
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„Hat
Opa einen Anzug an?“
(ab 5) ( Diesen Bericht habe ich unter dem Mitgliedsnamen Broomstick auch für Ciao.de geschrieben )
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. Und
Bruno stellt Fragen: was macht Opa nun in der Kiste? Wie ist das, wenn
man tot ist? Wann muss ich sterben? Erst
später beginnt Bruno, seinen Opa zu vermissen, der so vieles konnte und
ihm noch so vieles beibringen wollte. Sein
Vater gibt ihm ein Foto vom Opa, damit Bruno ihn
nicht vergisst. Das betrachtet er nun jeden Abend vor dem
Schlafengehen und er spricht mit ihm. Nach
einem Jahr merkt Bruno dann, dass er nur noch ein kleines bisschen
traurig ist, wenn er an seinen Opa denkt. Für
mich ist hier besonders gut dargestellt, wie positiv ein solch
einschneidendes Erlebnis wie der Tod eines nahen Angehörigen für ein
Kind ablaufen kann, wenn es dabei Unterstützung findet. Der
kleine Bruno, ich schätze, er ist etwa 4 – 5 Jahre alt, beobachtet
das Geschehen sehr genau und er stellt Fragen, Das
ganze Geschehen ist aus der Sicht des Kindes geschildert. Am
Anfang ist das Wesentliche – der Tod – für Bruno noch beinahe
nebensächlich. Da interessiert ihn viel mehr, wieso der Opa so ruhig da
liegt und so ungewöhnlich angezogen ist. Unverständlich
sind für ihn die seltsamen Ausdrücke der Erwachsenen: Die
Eltern nehmen Brunos Fragen ernst und besprechen auch, ob er mit zur
Beerdigung gehen darf oder nicht. Seine
eigene Trauer setzt dann erst später ein: als er begreift, dass der Opa
weg ist und sein Zimmer leer. Besonders
schön finde ich, dass Bruno, wenn die Erwachsenen keine kindgerechte
Antwort finden, selbst eine Antwort einfällt: AUSZUG Es
ist übrigens die einzige Passage in diesem Buch, in der auf den
„lieben Gott“ verwiesen wird. Bruno
kann mit Hilfe der Eltern den Verlust aufarbeiten. Das
Buch findet ein sehr positives Ende, Bruno merkt, dass der Schmerz im
Laufe der Zeit immer kleiner wird. Carl
Hanser Verlag, München, Wien 1997 |
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