Tahar Ben Jelloun

Der Autor wurde 1944 in Fès, Marokko, geboren. 
Er gilt als der bedeutendste Vertreter der französischsprachigen Literatur aus dem Maghreb. 
Für sein Buch "Papa, was ist ein Fremder?" erhielt er den europäischen Preis der Künstler für den Frieden 
und den Global Tolerance Award.

Papa, was ist ein Fremder?

Papa, was ist ein Fremder?

 

"Papa, was ist ein Fremder?"         (ab 10)

Die Frage seiner Tochter veranlasste den Autor, mit ihr über Fremdenfeindlichkeit und Rassismus zu sprechen. 
Ihre gemeinsamen Überlegungen hat er aufgeschrieben. 
So entstand diese Buch, es ist ein Gespräch zwischen Vater und Tochter. 
Mit einfachen Worten versucht er dam 10jährigen Mädchen Begriffe wie Diskriminierung, Ghetto, Antisemitismus und Völkermord zu erklären.

Nach seinen eigenen Worten hat Tahar Ben Jelloun das Buch für Kinder geschrieben, er hofft jedoch, dass auch die Eltern der Kinder es lesen werden.

Erschienen 1998 im Rowohlt Verlag, Berlin

 

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Eric Carle

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Ganz, ganz langsam, 
sagte das Faultier

 

 

Ganz, ganz langsam, sagte das Faultier     (ab 4)         

Klettern, essen, schlafen, aufwachen - das alles erledigt das Faultier ganz, ganz langsam.

Warum bist du so langsam?, Warum bist du so langweilig?, 
Warum bist du so faul? wird es von den anderen Tieren gefragt. 

Doch da antwortet das Faultier, es sei nicht faul, es mache nur eben alles ganz langsam. So trägt es seinen Namen ganz zu Unrecht.

Ein Plädoyer für die Langsamkeit ist Eric Carles neues Buch, 
ein Genuss in unserer hektischen, schnelllebigen Zeit.

In einem Vorwort erzählt Jane Goodall viel über das Faultier, 
das zu den vom Aussterben bedrohten Tierarten gehört.

Gerstenberg Verlag, 2002

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Lauren Child

Lauren Child wuchs in dem kleinen Ort Marlborough auf, in Wiltshire, England. Sie war das Sandwichkind zwischen zwei weiteren Schwestern.
Schon als Kind hat sie immer gerne gemalt und gezeichnet, später jedoch, auf Kunstschulen in London und Manchester hat sie – nach eigener Aussage – nicht viel gelernt.
Sie sagt auch, dass ihr erstes Buch beinahe ein Unfall war: eigentlich wollte sie eine Serie von Kinderspielzeugen und
–produkten entwerfen und brauchte dafür eine Ausgangsgeschichte.

Inzwischen zählt sie zu den interessantesten Kinderbuchillustratoren in Großbritannien.
Sie lebt und arbeitet in London.

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Nein! Tomaten ess ich nicht

Nein! Tomaten ess ich nicht     (ab 4)     

Die Beurteilung zu diesem Buch habe ich auch für Ciao.com geschrieben.
Wenn Sie den kompletten Bericht lesen möchten, der sich auch noch mit der grafischen Gestaltung des Buches beschäftigt, klicken Sie bitte hier
>>

 

 

Ein Buch mit diesem Titel musste mich ganz einfach ansprechen.
Ich hasse nämlich Tomaten. Schon als Kind haben sie mir nicht geschmeckt, da ging es mir wie Pia, dem kleinen Mädchen in diesem Bilderbuch.

Erzählt wird uns die Geschichte der kleinen, heiklen Pia ( die in der englischen Originalfassung Lola heißt ) von Charlie, ihrem großen Bruder. Der muss nämlich manchmal auf sie aufpassen und ihr das Essen machen.
Das empfindet er als Schwerstarbeit, denn Pia scheint wahrhaftig nichts zu schmecken:
Möhren sind für sie Kaninchenfutter, Erbsen sind zu grün. Kartoffeln, Pilze, Eier, Blumenkohl, 
gebackene Bohnen, Bananen, Würstchen, Spaghetti, Fischstäbchen....nichts davon isst Pia. 
Und am meisten hasst sie Tomaten.

Doch zum Glück fällt Charlie ein ziemlich guter Trick ein – lesen Sie selbst:

LESEPROBE

Pia schaut auf den Tisch.
„Und was machen diese Möhren hier? Ich esse doch keine Möhren.“
Und ich sage:
„Oh, glaubst du, das wären Möhren? Das sind doch keine Möhren. Das sind orangefarbene Lakritzstangen vom Jupiter.“
„Die sehen aber wie Möhren aus“, sagt Pia.

„Wie können das Möhren sein“, sage ich.
„Auf dem Jupiter wachsen überhaupt keine Möhren.“
„Das stimmt“, sagt Pia.
„Na gut, vielleicht probiere ich eine, wenn sie den weiten Weg vom Jupiter kommen.
Mmmh, nicht schlecht“, sagt sie und beißt noch mal ab.
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Ich möchte hier nun nicht verraten, als was Charlie die Erbsen ausgibt und wie er Pia die Fischstäbchen schmackhaft macht.
Ich finde es nur jammerschade, dass ich keinen Bruder wie Charlie hatte.
Der hätte mir vielleicht verraten, dass die roten Mondflutscher lecker schmecken....

Lauren Child hat hier ein Thema aufgegriffen, das sicher viele von uns kennen, entweder aus ihrer Kindheit oder von den eigenen Kindern ( ich kenne es von beiden Seiten ):  „Fussy eaters“, die wählerischen Esser, die bei allem die Nase rümpfen, egal ob Hering oder Erdbeeren.

Viele Kinder werden sich  in Pia wiedererkennen, aber soll man ihnen überhaupt Charlies Idee verraten?

Wie viele Elterngenerationen werden wohl schon versucht haben, ihren Kindern Spinat schmackhaft zu machen.
Aber die Autorin will hier nicht mit erhobenem Zeigefinger, die gesunde Ernährung propagieren und das werden ihr zumindest die Kinder danken.
Somit ist das Buch zum Glück nicht zu einer modernen Neuausgabe der Suppenkaspargeschichte geworden.
Denn was zu einem täglichen Kampf zwischen Eltern und Kindern ausarten kann, findet in diesem Buch eine clevere Lösung und der phantasievolle Bruder Charlie hat mit Sicherheit weit mehr Überzeugungskraft als Vater oder Mutter.

Trotzdem ist Pia nicht die Übertölpelte, das Buch endet mit einem Augenzwinkern:
Mondflutscher sind nun Pias Lieblingsessen. „Du hast sie doch nicht etwa für Tomaten gehalten, Charlie, oder?“, sagt sie zu ihrem Bruder.

Es wäre doch schön, wenn bei allen Erziehungsfragen so ein Charlie bereitstehen würde.

Carlsen Verlag, Hamburg, 2002
Englischer Originaltitel: I Will Not Ever Never Eat a Tomato
Die Übersetzung ist von Sophie Birkenstädt

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Sharon Creech   

Die Autorin stammt aus den USA, hat aber lange Jahre in England verbracht. Sie schreibt für Kinder und Erwachsene.
Ihr Roman "Salamancas Reise" wurde mit dem wichtigsten US-amerikanischen Kinder- und Jugendbuchpreis ausgezeichnet, der Newbery Medal.

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Der beste Hund der Welt 

 

Der beste Hund der Welt     (ab 9)             

"Ich will nicht. Jungs schreiben keine Gedichte. Mädchen schon."

Wie kann man einen Jungen wie Jack, der fest behauptet, sein Kopf sei leer, vom Gegenteil überzeugen?

Man macht es wie seine Lehrerin, Miss Stretchberry und gibt ihm häppchenweise Gedichte zu lesen. 
"Keine Ahnung, was das soll!" ist zunächst Jacks Reaktion und er vermutet, dass so mancher Dichter einfach ein kleines 
bisschen zu viel Zeit hat....
Aber allmählich wagt er sich an eigene Zeilen, angelehnt an die Gedichte, die er von seiner Lehrerin bekommt.
Und siehe da: als er über etwas schreibt, das für ihn persönlich wichtig ist, über den Verlust seines Hundes Sky nämlich, 
kommt dabei zwar etwas trauriges, aber auch sehr schönes heraus.

 

In Tagebuchform hat Sharon Creech die Entwicklung von Jack zum "Dichter" aufgeschrieben. Eingefügt hat sie dazwischen Gedichte 
aus der modernen amerikanischen Literatur.

So wie Jack in diesem Buch geht es bestimmt nicht nur fast allen Kindern, sondern auch vielen Erwachsenen. 
Sie können mit Gedichten erst einmal nicht viel anfangen.
Dieses Büchlein wird diese Einstellung ändern. Gemeinsam mit Jack kann man sich langsam der Materie nähern. 

Indem Jack eigene Worte findet, erschließt sich für ihn auch der Inhalt der von ihm gelesenen Gedichte.
Nach und nach merkt er, dass man mit Worten malen und was er persönlich daraus zaubern kann.
Er lernt, seine Gefühle auszudrücken, in einer einfachen, aber um so treffenderen und glaubwürdigen Sprache.

Die Autorin richtet im Vorwort ihren Dank unter anderem
"an alle Dichter und alle Mr-und-Ms-Stretchberrys, die tagtäglich ihre Schüler inspirieren."
Es bleibt zu hoffen, dass das Buch den Weg in viele Schulen und Klassenzimmer findet und so viele Deutschstunden bereichert.

Meine Bewertung:

Illustriert ist das Buch mit kleinen Zeichnungen in schwarz, weiß und gelb, von Rotraut Susanne Berner.

Fischer Schatzinsel, 2003

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Kate Di Camillo 

Den folgenden Bericht über die Autorin, sowie die Inhaltsangabe zu "Winn-Dixie" habe ich auszugsweise und mit freundlicher Genehmigung von "Thisbe" übernommen. Vielen Dank dafür!
Falls Sie den kompletten Bericht lesen möchten, klicken Sie bitte  >hier 

Ihr Umzug mit fünf Jahren von Philadelphia nach Florida wegen einer chronischen Lungenentzündung brachte Kate di Camillo neue Lebensumstände. Die Leute sprachen langsamer, es war eine Kleinstadt, wo jeder jeden kannte. Es war eine schöne Zeit.

Als sie in ihren zwanziger Jahren nach Minnesota zog und dort einen schrecklichen Winter erlebte, dachte sie voller Heimweh an diese gute Zeit im Süden und wünschte sich sehnlichst einen Hund. In ihrem Appartement war die Hundehaltung verboten. Irgendwann vor dem Einschlafen hörte sie plötzlich eine Kinderstimme im Südstaatendialekt sagen „Ich habe einen Hund namens Winn-Dixie" Am nächsten Morgen erzählte die Stimme immer noch und so schrieb sie einfach auf, was Opal, das imaginäre Mädchen, ihr erzählte.....

Bis vor kurzem stand sie morgens um 4 Uhr auf um ihr Tagespensum zu schreiben 2 Seiten pro Tag, fünf Tage pro
Woche.
Anschließend ging sie zu ihrer Arbeit Verkäuferin in einem Warenhaus für gebrauchte Bücher in der Kinderabteilung.
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Zur Zeit schreibt sie an einem Buch mit Kurzgeschichten für Erwachsene und einer neuen Novelle für Kinder.
Auch sie sagt, wie Dorothy Parker" Ich hasse es zu schreiben, ich liebe es, geschrieben zu haben.
Nach Winn-Dixie erschien das 2. Buch Kentucky Star (The Tiger Rising).

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Winn-Dixie

„Winn-Dixie“     (ab 10)  

„Ich heiße India Opal Buloni, und letzten Sommer schickte mich mein Vater, der Prediger, in den Supermarkt, um eine Packung Makkaroni mit Käsesauce, etwas Reis und zwei Tomaten zu kaufen. Zurück kam ich mit einem Hund........."

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So beginnt die Geschichte von einem 10-jährigen Mädchen, ihrem Vater und dem Hund, der lächeln kann, den sie im Supermarkt vor dem Hundefänger bewahrt. Durch ihre innige Freundschaft zu dem Hund gelingt ihr das Einleben im neuen Wohnort Naomi in Florida viel leichter, durch ihn gewinnt sie nach und nach Freunde unterschiedlichster Art.

Wie sie diese Freunde kennen lernt, welche Eigenschaften sie haben, wird in diesem glaubwürdigen Kinderroman aus Kindersicht auf leicht lakonische, beeindruckend einfache Art erzählt.

Da gibt es zum Beispiel die von den Kindern als Hexe gefürchtete Gloria Dump, die Bibliothekarin Miss Franny Block, den Exhäftling Otis. India Opal gelingt es, zu diesen unterschiedlichen Menschen Beziehungen aufzubauen und diese auch nach und nach miteinander zu verknüpfen.

Ebenfalls die Sehnsucht nach ihrer Mutter, die sie mit drei Jahren verlassen hat, erhält Raum. Ihre rührenden Versuche, dieses Ereignis zu bewältigen.
Auch ein Littmus’ Lutschbonbons von der Bibliothekarin Miss Franny spielt eine Rolle. Es schmeckt gut, aber die geheime Zutat Kummer schmeckt jeder anders heraus.

Kate Di Camillo sagt selber über ihr Buch "Das Buch ist – so hoffe ich – eine Hymne auf Hunde, auf die Freundschaft und auf den Süden."

Die Kaufhauskette Winn-Dixie distanziert sich übrigens im Impressum von diesem Buch, möglicherweise aus Sorge, für hundefreundlich gehalten zu werden.

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Roddy Doyle    

Roddy Doyle, 1958 in Dublin geboren, wurde für seinen Roman Paddy Clarke ha ha ha mit dem Booker-Prize ausgezeichnet. 

Das große Giggler-Geheimnis ist sein erstes Kinderbuch.

Das große Giggler-Geheimnis

Das große Giggler- Geheimnis

„Das große Giggler-Geheimnis“     (ab 7)             

Kennen Sie Giggler?
Das sind kleine, pelzige Wesen, die ihre Farbe wechseln können. Sie haben es sich zur Aufgabe gemacht, alle Erwachsenen zu bestrafen, die gemein zu Kindern waren. Doch trifft das immer die richtigen Opfer? Der Keksetester Mr. Mack wird nur durch eine Rettungsaktion seiner Kinder vor der Gigglerstrafe bewahrt.

 

 

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Zoran Drvenkar     

Zoran Drvenkar, Jahrgang 1967, wurde in Kroatien geboren und ist in Berlin aufgewachsen.
Seit 1989 arbeitet er als freier Schriftsteller. 
Für seinen Erstlingsroman "Niemand so stark wie wir" erhielt er den Oldenburger Kinder- und Jugendbuchpreis.
Sein Kinderbuch "Der einzige Vogel, der die Kälte nicht fürchtet" wurde  2002 für den Deutschen Jugendliteraturpreis nominiert.

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Der einzige Vogel, der die Kälte nicht fürchtet

 

 

 

 

„Der einzige Vogel, der die Kälte nicht fürchtet“     (ab 8)

Eines Morgens wacht Ricki auf und hat genug: draußen herrscht ein nicht enden wollender Winter, seine Eltern liegen nur noch mit Pudelmützen im Bett und er hat bereits 38 Schneemänner gebaut.

Ricki beschließt, etwas gegen Eis und Schnee zu unternehmen. Er will ein ernstes Wort mit dem Winter reden. Aber dafür muss er ihn erst einmal finden. 
Auf seiner Suche kommt er schließlich nach Zarminski, dem kältesten Ort der Welt. Im "Hotel der vier Jahreszeiten" ist keine Spur vom Winter zu sehen, dafür trifft er auf einen seltsamen Vogel, der irgendwie verdächtig nach Pinguin aussieht. 
In Ricki wächst der Verdacht, dass dieser Vogel, der behauptet, die Kälte nicht zu fürchten, etwas mit dem endlosen Winter zu tun hat.

Ob Ricki recht hat und ob es ihm gelingt, doch noch den Frühling zu wecken - lesen Sie selbst.

Das Buch eignet sich auch für jüngere Kinder gut zum Vorlesen!

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Eddies erste 
Lügengeschichte

 

 

„Eddies erste Lügengeschichte“     (ab 7)  

Friederike, genannt, Eddie, ist genervt. Seit Nadja Reitstunden bekommen soll, redet sie in der Klasse von nichts anderem mehr. "Wenn du Reitstunden bekommst, werde ich zum Pferd!", sagt da Eddie. 
Und schon ist es passiert. 
"Wenn du dir etwas zu sehr wünscht, wird es über Nacht wahr", hat Eddies Mutter sie immer gewarnt. 
So bleibt Eddie nichts anderes übrig, als am nächsten Tag als Pferd in der Schule zu erscheinen. Als sie Reitstunden für alle verspricht, sind die Kinder begeistert. Alle, außer Nadja.

Wie Eddie dann doch noch Bedenken kommen und wie sie sich schließlich mit ihrer Exfreundin wieder versöhnt, erzählt der Autor in diesem heiteren Buch für Leseanfänger.

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Sarah Dyer      

Fünf kleine Teufel

Fünf kleine Teufel

 

 

 

 

„Fünf kleine Teufel“     (ab 4)             

Fünf Steinstatuen stehen auf einer Insel. 
In jeder wohnt ein kleiner, roter Teufel und
erfreut sich an der Schönheit der Welt.

Doch eines Tages kommen die Fünf aus ihrem Gehäuse und belassen es nicht mehr nur am Bewundern.
Ein jeder schnappt sich einen Teil: 
einer die Sonne, einer den Himmel, einer fängt den Mond in einem Netz, einer rollt den Erdboden auf... 
– und sie nehmen die Teile mit in ihre Höhle.

Bald jedoch müssen die Teufelchen feststellen, dass die Welt in ihren Einzelteilen nicht mehr funktioniert und nur als Ganzes schön ist. So geben sie schließlich ihren jeweiligen Raub wieder zurück.

Oetinger Verlag, 2001  

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Karen-Susan Fessel 

Karen-Susan Fessel wurde 1964 in Lübeck geboren. Sie lebt als freie Schriftstellerin und Journalistin in Berlin. Neben Romanen und Erzählungen hat sie auch ein Selbsthilfehandbuch für Menschen mit HIV geschrieben.

Zwei weitere ihrer Bücher für Kinder und Jugendliche sind "Steingesicht" und "Ein Stern namens Mama", das auf der Liste der 7 Besten des Zürcher Kinderbuchpreises stand.

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Und wenn schon!

Und wenn schon!     (ab 12)  

"Manne Mannomann, ist mal wieder hinten dran!" - und "Manfred, du Asi!" rufen ihm die anderen Kinder hinterher.
Nicht nur wegen seines Namens wird der 10jährige Manfred Hannemann gehänselt: seine Familie ist arm, lebt von der Sozialhilfe. Sein Vater ist Frührentner, von Tabletten und Alkohol abhängig und auch die Mutter trinkt.

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Zusammen mit vier Brüder wohnt Manfred in einem kleinen Haus am Rande der Kleinstadt. Bruchbude nennen es seine Mitschüler, die in besseren Gegenden wohnen, aber Manfred findet, es ist doch wenigstens ein Haus.

In der Schule wäre Manfred gar nicht so schlecht, gäbe es da nicht Finn, Timo und Basti, mit denen er immer wieder aneinander gerät. Nur mit Amal versteht er sich ganz gut. Amal, der mit seiner alleinerziehenden Mutter Bea gewissermaßen auch ein Außenseiter ist. Doch sogar bei Bea bemerkt Manfred manchmal diesen "speziellen Blick", wenn sie ihn in seinen Billigklamotten und zerrissenen Turnschuhen von oben bis unten mustert.
Anders ist das bei Gesine, einem Mädchen aus seiner Klasse. Sie blickt nicht auf ihn und seine Familie herab, hat keine Vorurteile wie alle anderen.
Sie findet Manfreds heruntergekommenes Häuschen sogar gemütlich und beurteilt Manfred nicht nach seinen Brüdern, obwohl sie wie alle anderen weiß, dass die manchmal auf Diebestour gehen.

Manfred will diese Aktivitäten lange nicht wahrhaben, doch dann werden zwei seiner Brüder bei einem Einbruch überrascht. Und ausgerechnet der geistig zurückgebliebene Günni wird von der Polizei verhaftet.
Da findet Manfred etwas wichtiges heraus: dass auch er etwas hat, worauf er stolz sein kann - eine Familie, die zusammen hält.

Mit einem ernsten sozialen Thema hat sich die Autorin in diesem Buch beschäftigt: Kinder, die durch Armut zu Außenseitern werden.

In seiner jugendlichen Sprache lässt sie Manfred von sich erzählen:
von der Gegend, in der er lebt, zwischen Supermarkt, Tankstelle und Kläranlage; von den Eltern, deren Leben sich fast nur noch vor dem Fernseher abspielt; von der Perspektivlosigkeit seiner arbeitslosen Brüder und vom Abrutschen in die Kriminalität.
Umgeben von Kindern, die scheinbar alles besitzen, wird schnell klar, was es für Manfred bedeutet, immer in Billigklamotten herumzulaufen, oder kein Geld zu haben für eine Badehose oder neue Turnschuhe.
Wenn nur eingekauft werden kann, nachdem die Sozialhilfe gezahlt wurde, das Essen immer nur das Billigste ist und nie wirklich lecker, dann wundert es nicht, dass Manfred alles so verdammt ungerecht findet. 
Ungerechte Behandlung, sogar von Seiten der Erwachsenen führt leicht zu einer trotzigen Abwehrhaltung. 
"Und wenn schon! Ist mir doch egal!" sagt schließlich auch Manfred.
Aber anders als so oft in der Realität bieten sich ihm Lösungsmöglichkeiten an:
er findet Freunde und er hat den Zusammenhalt der Familie.

Der Erzählstil, der jugendliche "Slang", ist hier sehr gut gewählt zur Schilderung des Milieus.
Mich persönlich spricht er allerdings weniger an.

Verlag Friedrich Oetinger, Hamburg, 2002

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Amelie Fried 

Amelie Fried, auch bekannt aus dem Fernsehen, wo sie seit 1984 verschiedenste Sendungen moderiert, hat zahlreiche Bücher für Kinder und auch Erwachsene geschrieben. 
Bekannt sind besonders ihre Bücher über die "Störenfrieds", in denen sie Geschichten über ihre beiden Kinder schreibt.

Jacky Gleich,  geboren 1964 in Darmstadt, kommt ursprünglich aus dem Trickfilmbereich. Sie hat an der Filmhochschule Babelsberg studiert und wurde von Amelie Fried für Buchillustrationen entdeckt.

Das Buch "Hat Opa einen Anzug an?" wurde ins Französische, Japanische, Koreanische und ins Chinesische übersetzt. 1998 erhielt es den Deutschen Jugendliteraturpreis in der Kategorie Bilderbuch.

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Hat Opa einen Anzug an?

Hat Opa einen Anzug an?     (ab 5)   

 ( Diesen Bericht habe ich unter dem Mitgliedsnamen Broomstick auch für Ciao.de geschrieben )

 

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Brunos Opa ist gestorben. Bruno ist noch zu klein, um zu verstehen, was das bedeutet, aber er beobachtet genau, was passiert.
Wie der Opa im Sarg liegt und aussieht, als würde er nur schlafen; die Beerdigung, bei der die Erwachsenen weinen und das anschließende Festessen im Gasthaus, bei dem sie wieder lustig sind.

Und Bruno stellt Fragen: was macht Opa nun in der Kiste? Wie ist das, wenn man tot ist? Wann muss ich sterben?

Erst später beginnt Bruno, seinen Opa zu vermissen, der so vieles konnte und ihm noch so vieles beibringen wollte. Das macht Bruno erst wütend, dann traurig.

Sein Vater gibt ihm ein Foto vom Opa, damit Bruno ihn  nicht vergisst. Das betrachtet er nun jeden Abend vor dem Schlafengehen und er spricht mit ihm. 
Ab und zu geht Bruno auch zum Friedhof und pflegt Opas Grab.

Nach einem Jahr merkt Bruno dann, dass er nur noch ein kleines bisschen traurig ist, wenn er an seinen Opa denkt.
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Für mich ist hier besonders gut dargestellt, wie positiv ein solch einschneidendes Erlebnis wie der Tod eines nahen Angehörigen für ein Kind ablaufen kann, wenn es dabei Unterstützung findet.

Der kleine Bruno, ich schätze, er ist etwa 4 – 5 Jahre alt, beobachtet das Geschehen sehr genau und er stellt Fragen, die die Erwachsenen auch möglichst gut zu beantworten versuchen.

Das ganze Geschehen ist aus der Sicht des Kindes geschildert.
Die Geschichte spielt auf dem Land, da ist es noch so, wie es sein sollte, der Großvater ist zu Hause aufgebahrt, die Angehörigen können von ihm Abschied nehmen.

Am Anfang ist das Wesentliche – der Tod – für Bruno noch beinahe nebensächlich. Da interessiert ihn viel mehr, wieso der Opa so ruhig da liegt und so ungewöhnlich angezogen ist.

Unverständlich sind für ihn die seltsamen Ausdrücke der Erwachsenen:
wieso ist der Opa von uns gegangen, wenn er doch da liegt? Wird bei der Beerdigung Erde aus dem Opa gemacht?

Die Eltern nehmen Brunos Fragen ernst und besprechen auch, ob er mit zur Beerdigung gehen darf oder nicht.
Bruno ist eher neugierig als beunruhigt.
Er darf an der Beerdigung teilnehmen, kann sich aber nicht erklären, warum die Erwachsenen weinen. Er selbst findet nur die Musik etwas traurig.

Seine eigene Trauer setzt dann erst später ein: als er begreift, dass der Opa weg ist und sein Zimmer leer.
Nun tauchen neue Fragen auf: wo ist der Opa jetzt? Im Himmel? Auf dem Friedhof?

Besonders schön finde ich, dass Bruno, wenn die Erwachsenen keine kindgerechte Antwort finden, selbst eine Antwort einfällt:

AUSZUG
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„Wie kann der Opa gleichzeitig auf dem Friedhof sein und im Himmel?“, fragte er seine Mama.
Sie seufzte und verschränkte die Arme. „Das verstehst du noch nicht.“
„Das verstehe ich schon!“, rief Bruno. „Du musst es mir nur erklären!“
„Also gut“, sagte Mama, „Opas Körper ist auf dem Friedhof. Aber seine Seele, die ist oben im Himmel, beim lieben Gott.“
„Was ist die Seele?“, fragte Bruno.
„Ich habe dir doch gesagt, du verstehst es noch nicht“, sagte Mama und gab ihm einen Gute-Nacht-Kuss.
„Ist die Seele das, was ich am Opa lieb habe?“
Mama überlegte. „So könnte man es vielleicht sagen.“
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Es ist übrigens die einzige Passage in diesem Buch, in der auf den „lieben Gott“ verwiesen wird.
Wohl aber wird auch auf andere Denkweisen eingegangen, dass beispielsweise die Indianer sagen: „Lebe jeden Tag, als könnte es dein letzter sein“, oder dass manche Menschen glauben, die Seelen würden in einem neuen Körper wieder auf die Welt kommen.

Bruno kann mit Hilfe der Eltern den Verlust aufarbeiten. Es werden ihm auch Möglichkeiten geboten, die Erinnerung lebendig zu halten, mit dem Foto und mit Besuchen auf dem Friedhof.

Das Buch findet ein sehr positives Ende, Bruno merkt, dass der Schmerz im Laufe der Zeit immer kleiner wird.
Allerdings passiert nun schon wieder etwas für ihn Unverständliches:
Tante Mizzi hat ein Baby bekommen, bei dessen Anblick seine Mutter meint: „Vielleicht ist ja Opa zu uns zurück gekommen...“.
Dabei war der Opa doch viel größer! Und er hatte einen Anzug an.

Carl Hanser Verlag, München, Wien 1997

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